Vor- und Nachteile von BLW

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Bei der Ernährung von Babys scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Brei oder Fingerfood? Mit oder ohne Fleisch? Zucker ja oder nein? Mit 4 oder 6 Monaten Starten? Oder sogar warten bis alle Reifezeichen erfüllt werden? Als junge Mutter gibt es so einige Dinge für die man verurteilt werden kann. Zumindest hab ich es so erlebt. „Was? Du gibst deinem Kind keinen Brei?“ “ Hast du keine Angst, dass sie erstickt? “ „Ich bin ja nicht sicher ob sie so alle Nährstoffe bekommt..“ „Das arme Kind wird so doch niemals satt …“ UND SO WEITER. Da braucht es zum Teil echt starke Nerven und Vertrauen, dass der Mutterinstinkt einen schon nicht im Stich lassen wird. Selbstverständlich habe ich mich trotzdem oder auch gerade wegen der Kritik besonders ausführlich Informiert bevor wir mit BLW gestartet sind.

Vorteile von BLW:

Ich schildere hier nur meine persönlichen Meinungen und Erfahrungen

  • Das Kind kann spielerisch jedes Lebensmittel erkunden was einen Riesen Spaß macht
  • Durch das Essen greifen und zum Mund führen wird die Motorik und Feinmotorik geschult
  • Das Kind kann mit am Tisch sitzen und das fühlt sich gut an
  • Niemand muss alleine essen sondern es essen alle gemeinsam zur selben Zeit (kein Essen wird kalt)
  • Dadurch das am Anfang nicht so viel im Bauch landet kommt es seltener zu Verstopfungen (wie z.B.: bei Möhrenbrei)
  • Es kommt seltener zu Nahrungsmittelverweigerungen aller „kenn ich nicht mag ich nicht“ sondern es wird alles begeistert probiert (ist zumindest bei uns so)

Nachteile von BLW:

Da gibt es meiner Empfindung nach nicht so viele/gravierende 😀

  • Auf Platz 1 meiner Hitliste steht die SAUEREI die dabei definitiv veranstaltet wird. Allerdings sind sowohl Kind als auch Küche schnell wieder sauber.
  • Bruchsicheres Geschirr ist zu empfehlen, oder man lässt das Kind erstmal vom Tisch essen
  • Es ist Unterwegs nicht immer möglich das Kind selbst essen zu lassen (weil vom Umfeld nicht erwünscht bzw. das Essen in Restaurants ist meistens zu stark gewürzt)
  • Es kann unter Umständen sehr lange dauern bis das Kind einzelne Milchmahlzeiten ersetzt hat. Hat mir persönlich besonders im Bezug auf die Kita und den Wiedereinstieg in den Job ein wenig Sorgen gemacht (war aber unnötig)

So das wars auch schon mit den Vor- und Nachteilen aus meiner Sicht. Ich hoffe der Artikel hilft euch ein wenig bei der Entscheidungsfindung 🙂

 

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Joolz Geo Sommersitz

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Seit einigen Wochen gibt es nun schon den Joolz Geo Sommersitz. Lange habe ich überlegt ob wir so etwas brauchen, schließlich gibt es sowas für andere Kinderwagen auch nicht. Aber da Minny leider immer sehr arg geschwitzt hat wenn ich mit ihr bei warmen Wetter unterwegs war, habe ich mich letzendlich FÜR den Sitzt entschieden. Schließlich kann es ja nicht schaden. Zwar ist der Sitzt kein Schnäppchen, allerdings kosten die meisten Sommerauflagen für Kinderwagensitze auch um den Dreh und den Wiederverkaufswert steigert das gute Stück ja dann auch. Also wurde der Sitz bestellt und nun haben wir ihn schon ca. 3 Wochen im Einsatz.

Was ist anders am Joolz Sommersitz?

Er ist ein ganzes Stück leichter als der normale Sitz von Joolz und wird einfach statt dessen in den Rahmen gezippt. Das Gurtsystem finde ich persönlich durchdachter. Man muss die Hüftgurte nicht aus den Schlaufen der Schultergurte fummeln, sondern kann einfach die einzelnen Gurtelemente in den Verschluss klippen. Fand ich persönlich besonders toll, denn Minny möchte sich manchmal gerne etwas weiter vor lehnen und da stören sie die Schultergurte.

Vor- und Nachteile des Sommersitzes

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Ich muss sagen der Sitz hat seine Vor- und Nachteile. Zwar schwitzt Minny nun nicht mehr, auch nicht bei wirklich hohen Temperaturen, aber dafür kann es bei Wind auch zu nem saftigen Durchzug kommen. Für diesen Fall habe ich jetzt immer eine Decke im Kinderwagenkörbchen.
Auch bei Regen also wirklich VIEL Regen fand ich es etwas blöd wenn das Wasser von unten (oder von der Straße durch die Autos) hochspritzt. Ich bin nicht ganz sicher ob das Kind da trocken bleibt, aber wir hatten bisher Glück. Minny findet es zudem glaube ich ganz cool, dass sie jetzt durch den Netzstoff quasi einen Rundumblick hat.

Alles in allem muss ich sagen hat sich der Kauf gelohnt und in Kombination mit dem Sonnenschirm ist es wirklich ein unschlagbares Team für den Sommer 🙂

 

#WorkingMom, back in Job

Soooo Heute war es dann also soweit. Mein erster Arbeitstag nach ziemlich genau einem Jahr Babypause. Schon am Mittwoch machte sich ein doofes Gefühl in meiner Magengegend breit und ich war so angespannt wie es nur eben geht. Heute ist mein Baby genau 10 Monate alt und ich lasse sie Zuhause zurück, beim Papa. Okay also grundsätzlich ist sie ja gut aufgehoben und der Papa macht das sicher gaaaaaanz toll, aber trotzdem, ich fühle mich als würde ich sie im Stich lassen …

Als ich noch schwanger war, war ich übrigens der Meinung ich würde mit der Abnabelung kein Problem haben. Bereits nach 8 Monaten wollte ich wieder arbeiten und war fest davon überzeugt, dass ich es kaum erwarten können würde. Tja nix ist… schöne *******. Das ehemalige Arbeitstier ist zum Mamatier mutiert und würde am liebsten ganz Zuhause bleiben. Verrückt wie ein Kind einen verändert.

Um 7 Uhr sollte der Wecker klingeln, wenn Minny nicht vorher wach sein sollte, was sie normal ist (nämlich zwischen 5/6 Uhr). Um 7 weckte mich der Wecker… Minny seelig schlummernd neben mir liegend, wurde ebenfalls vom Wecker aus dem Schlaf gerissen, genau wie der Papa. Kein Verlass auf die kleine Frühaufsteherin. Also aufstehen und erstmal duschen, soweit so gut, Kaffee ich brauche Kaffee… natürlich leer… geht ja gut los, dann gibt es eben erst im Büro einen. Straßenbahn kommt auch zu spät und ich denke mir LÄUFT so geht der erste Tag zurück im Büro ja gut los…

Im Büro angekommen brauchte ich genau 30 Minuten um wieder komplett anzukommen, so lange brauchte ich um meinen Kaffee zu machen und gemütlich zu trinken während ich mein Emailpostfach checkte. Zum Glück hatte sich nichts verändert, sogar meine Notizen von vor einem Jahr lagen noch an ihrem Platz und von den Kollegen wurde ich auch freudig begrüßt. Hach, ich liebe meinen Job ja schon irgendwie. Bin gespannt was der Papa vom heutigen Krabbelgruppenbesuch berichtet 🙂

Warum wir uns für Baby Led Weaning entschieden haben

Da ich leidenschaftlich gerne koche und backe habe ich mich schon in meiner Schwangerschaft mit dem Thema Ernährung auseinander gesetzt. Grundsätzlich bin ich ein ziemlicher Kopfmensch und auch ein kleiner Kontrollfreak. Alles muss geplant und organisiert werden (geht ja mit Baby so unglaublich gut 😉 ). Selbst dann wenn ich eh schon weiß, dass ich alles wieder über den Haufen werfen werde. 😀

So stolperte ich mehr oder weniger über BLW und fand das Thema gleich total klasse. Diese ganzen Breie finde ich persönlich schon echt ekelhaft, besonders die mit Fleisch. Bei Obstgläschen nasche ich hingegen gerne selbst mal. Umso glücklicher war ich dann als Minny Brei ebenfalls total doof fand und lieber gleich gescheit mitessen wollte.

Also kaufte ich mir ein Buch und verschlang es regelrecht. Ich gebe zu ein dünnes Buch *g* aber es war toll geschrieben und nahm mir meine Ängste. Außerdem durchforstete ich das Internet nach vertrauenvollen Quellen. Dann ging es auch schon los. Da war Minny ca. 6,5 oder 7 Monate.

Angefangen haben wir mit gedünsteten Gemüsesticks. Möhre, Brokkoli und Kartoffel. Schnell stellte ich fest, dass sie kein großer Kartoffelfan ist 🙂 Brokkoli hingegen ging IMMER. Nach ungefähr ein oder zwei Wochen wurde ich dann mutiger und begann ihr einfach das, was wir aßen anzubieten. Natürlich habe ich für sie etwas zur Seite getan bevor ich gewürzt habe. Das klappte so gut, dass wir dabei geblieben sind und so isst sie quasi seit sie 8 Monate alt ist am Familientisch mit 🙂

Was mich überzeugt hat:

  • Alle sitzen gemeinsam am Tisch und essen, niemand ist ausgeschlossen, und kein Essen wird kalt
  • Das Kind hat die Möglichkeit sein Essen zu erkunden und lernt das Essen auch etwas mit Genuss zu tun hat
  • Das Kind lernt wie vielfältig Essen sein kann und wie viele verschiedene Konsistenzen und Geschmäcker es gibt
  • Man muss nicht extra fürs Baby kochen und in der Kühltruhe ist platz für die wirklich wichtigen Dinge wie z.B.: EIS 😀
  • Es ist eine wahre Freude dem Kind beim essen zuzusehen 😀 und wie es auf die einzelnen Lebensmittel reagiert
  • Ich habe mich gefragt ob ich meinem Kind etwas zu Essen geben will das ich selbst nicht essen möchte
  • Das Kind lernt schneller selbst das Gefühl von Sättigung und muss keine Menge XY Essen
  • Man kann sich beim kochen so richtig austoben es gibt kaum Tabus 🙂 ok ist was schmeckt und was vertragen wird. Nicht eine Woche Möhrenbrei dann eine Woche Möhre-Kartoffel etc.